Die politische Verantwortung der Finanzkrise

Wir haben mit Occupy Hannover und verschiedenen anderen Gruppen, Informations- und Diskussionsveranstaltungen zu den Themen Euro und Finanzkrise durchgeführt. Die Veranstaltungen waren gut besucht und sie zeichneten sich vor allem durch lebhafte und gute Debatten aus. Im Ergebnis offenbarten sie, dass die vordergründige Euro- und Finanzkrise einer Politik zuzurechnen ist, die sich verantwortungslos von der Ordnung des Rechts gelöst hat und die sich vor allem nicht mehr vom allgemeinen Wohl als ihr Ziel leiten lässt. Es zeigte sich aber auch, dass wir in unserer Republik eine krasse Desinformation durch die „veröffentlichte Meinung“ erleben und ein hohes Defizit an offenen Räumen freier Kommunikation und Meinungsbildung haben. Deshalb wollen wir mit der Veröffentlichung der wesentlichen Argumente der vorgenannten Veranstaltungen einen Beitrag zur Eröffnung einer Plattform für Kommunikation und Meinungsbildung schaffen. mehr...

Kommentare  

#1 Albert Reinhardt 2017-02-16 11:13
Wer wir waren

»Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen,
aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung.
So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.«
Roger Willemsen

Schulische Bildung in der Resilienzgesellschaft“

"Der englische Ethnologe Nigel Barley vergleicht das Ergebnis
der Enkulturation, die eigene Kulturhaftigkeit, mit unseren Füßen:
„Wir sehen sie nicht, weil sie genau unter unsern Bierbauch sind und wir gewohnt
sind, die Welt ohne sie zu betrachten. Wenn wir sie überhaupt wahrnehmen, sehen wir
sie als Teil der Welt.
Die Kultur der anderen indes ist, wie die Füße unter ihren Bierbäuchen, offenkundig
und bietet sich für unvoreingenommene und langwierige Forschungen und Vergleiche
an.[1]“ – Nigel Barley

Von immer mehr Bürgern, werden die "klassischen" Wege zum Wandel*) in unserer Gesellschaft,
als oft zu "unergründlich", langwierig und "wenig zielführend" empfunden.
So oft diese "Trägheit" unserer "Institutionen" als ein "System-Fehler" reklamiert wird, so
regelmäßig besteht, unter den meinungsbildenden Experten, Einigkeit darüber, dass weder ein
"Königsweg", noch ein "Patentrezept" als „Aus- oder Lösungsweg“ existiere.
Vielleicht erscheint die Metapher, einer gesetzlichen "Produkthaftung" als etwas zu "technisch", doch, sowohl die Verantwortung für die Ursachen vieler Misserfolge im Bildungsbereich, wie auch
die Möglichkeit zu deren Behebung, liegen "strukturell" beim Staat und seinen Bediensteten.
[Systemtheorie II: Interventionstheorie, Prof. Willke, bei Rosa Lisa]
Da es Aufgabe und Ziel eines jedes Systems sein sollte, (wie auch des Staates und dessen
Bediensteten), sich selbst zu stabilisieren, sollten wir unseren Schulen um die funktionale Aufgabe von "Daseinsvorsorge-Institutionen" erweitern und mit einer entsprechenden technischen Infrastruktur ausstatten.
„Die Politik des Möglichen muss demnach der Möglichkeit der Politik weichen - und
dies gilt entsprechend für alle gesellschaftlichen Funktionssysteme. In der Logik operativer Autonomie macht es bedeutend mehr Sinn, wenn ein System sich selbst
innerhalb seines Operationsmodus die „constraints“ vorgibt, die es nach seiner
Umweltperzeption zu anderen Systemen in dieser Umwelt kompatibel hält, als sich
von anderen Systemen Begrenzungen vorgeben zu lassen, deren Sprache und
Rationalität es nicht ermessen kann.“
[P.I. , S. 242. Willke]
Wege zum Wandel 1*) http://media.ebook.de/shop/coverscans/961/9610063_lprob.pdf

Don't Fight against the System, - but Play with it - and Change the Rules and the System

In diesen schulischen "Daseinsvorsorge-Institutionen" sollte Jugendlichen, innerhalb eines formal gesetzten Rahmens, die Rolle von "Change-Agents" eingeräumt werden, um unsere
gesellschaftlichen Strukturen, entlang der jeweils aktuellen Herausforderungen, "updaten" zu können.
Je länger wir die Rolle der Jugend, als "Change-Agents" unterlaufen, desto kürzer und stressiger wird die, zuletzt verbleibende Restzeit, um die jeweiligen Probleme, dann, unter dem Druck und des Diktats der "Verhältnisse", noch bewältigen zu können.
Innerhalb unserer schulischen Sozialisationsformen wird das Denken unserer Jugend zu stark und zu einseitig auf lineares und konformes Konkurrenzdenken geprägt.
Jeder einzelne Bürger bleibt dabei mit seiner "Wirklichkeitsbildung" zu sehr auf sich selbst zurückgeworfen. Dadurch nehmen Gefühle des "abgehängt Werdens" zu und werden in Form von "Dauerstress" zur Belastung für immer mehr Menschen.
Auf den systemischen Meta-Ebenen, mit denen wir uns unter den gesetzlich gesetzten
Sozialisationsmöglichkeiten nicht hinreichend verbinden konnten, werden in immer mehr Bereichen "technische Lösungen" zum Einsatz kommen, denen wir uns wohl zukünftig, selbst-entfremdet und in blinder Konformität ausgeliefert fühlen werden.
Um uns zukünftig einen kreativ gestaltbaren Umgang mit den zunehmend komplexer werdenden
Strukturen in der "Digitalen Gesellschaft" zu ermöglichen, sollten wir unserer Jugend "sozialkulturelles
Lernen", als eine (selbst-prägende) "Lebens-Erfahrung" im Umgang mit dem
"politischen System", ermöglichen.
Dazu bedarf es einer "kompatiblen Schnittstelle" als "Infrastruktur", welche es Jugendlichen ermöglicht, auf ihrem "Übergang" in die Gesellschaft, im Rahmen dieses politischen Dialogs, sich selbst zu bilden.
Aus diesen, strukturell ineinander greifenden Prozessen zwischen den (selbst-)prägenden
Kommunikationserfahrungen, innerhalb kleiner "dialogischer Face-to-Face Lern-Gruppen"
(Peers) und einer zugleich kollektiv erlebter (Selbst-)Wirksamkeit, auf den jeweiligen, auf die Altersstufen bezogenen, politischen Verantwortungsebenen, lassen sich so Sozialisationsbedingungen für Jugendliche eröffnen, welche jedem Einzelnen eine "emanzipative Rückbindungsmöglichkeit"an
das politische System (an-)bietet.
Die bisherigen schulischen Lernformen, welche auf offenen und versteckten Curricula basieren, sollen durch ein freies und gleichwertiges, "decurrikulares Lernsetting" ergänzt werden, welches selbst-wirksame Lernerfahrungen für Jugendliche auf politischer, wie zivil-gesellschaftlicher Ebene ermöglicht.

Befreit lernen
Wie Lernen in Freiheit spielend gelingt
von Peter Gray
http://www.drachenverlag.de/buch/Befreit_lernen.html

unter: Lernen ist ein Kinderspiel
GEWISS Dialogforum
Barcamp Citizen Science – Gemeinsam Freies Wissen schaffen BürGEr schaffen WISSen – Wissen schafft Bürger (GEWISS) Bericht Nr. 11 | März 2016
Session 5: Das Konzept einer „schulischen Bildung in der Resilienzgesellschaft“
(des „Globalen Dorfes“) Seite 16
http://www.buergerschaffenwissen.de/sites/default/files/assets/dokumente/12_gewiss_barcamp.pdf

“Entscheidend ist aber der Perspektivwechsel von der ‘Unterrichtsplanung’ zur ‘Gestaltung von Lernumgebungen’.”
[8] [Prof. Wolfgang Sander]
1.) PSI-21 (Politik Schule Internet im Agenda21-Prozess)
„Frage nicht, was dein Land für, dich tun, kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“ (John F. Kennedy)
2.) Bezirksentwicklungsschulen
„Der Jugendliche, der seine Alma Mater liebt, wird niemals fragen:
‚Was kann sie für mich tun?‘, sondern „Was kann ich für sie tun?‘“
(Leiter des protestantischen Elite-Internats Choate)
https://de.nachrichten.yahoo.com/john-f--kennedy--ber%C3%BChmtes-zitat-ist-geklaut.html
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zu 1.) PSI-21
(Politik Schule Internet im Agenda21-Prozess)
macht "Demokratie" zu einer "begreifbaren",
(auto-)didaktischen Handlungs- und Bildungserfahrung für Jugendliche.
PSI-21 soll als eine universelle "Schnittstelle" dienen, um Jugendlichen die Chance einzuräumen, möglichst alles durch eigene Erfahrungen lernen zu können, was als "Kontextwissen" für die (erfolgreiche) Kommunikation innerhalb (politischer) "Communities" vorausgesetzt werden
sollte.
Der Schlüssel für vertrauensbildende und effiziente Innovations- und Transformationsprozesse liegt
wohl in einer strukturellen Erweiterung der Kultur prägenden Formen schulischer Bildung, welche, über die "fremd bestimmten Verpflichtungen" hinaus, stärker zu einer selbst-verpflichtenden (und
selbstbestimmteren) Verantwortungsübernahme bei Jugendlichen führen würde.
Die bisherigen schulischen Lernformen, welche auf offenen und versteckten Curricula basieren, sollen durch ein freies und gleichwertiges, "decurrikulares Lernsetting" ergänzt werden, welches
selbst-wirksame Lernerfahrungen für Jugendliche auf politischer, wie (zivil-)gesellschaftlicher
Ebene ermöglicht.
Mittels PSI-21 (Politik Schule Internet im Agenda21-Prozess) als demokratischen
Initiationsritus, würde Bildung zu einem nachhaltigen, weil kultur-evolutionären, Lern- und Erkenntnisprozess von Jugendlichen und somit der Gesellschaft.

Das PSI-21-Prozedere
Gestaffelt nach Altersstufen der Schüler, stehen ihnen Politiker auf
den verschiedenen politischen Verantwortungsebenen gegenüber:
• den jüngsten (12-14-jährigen) Schülern Politiker auf kommunaler Ebene,
• den älteren (15-16-jährigen) Schülern Politiker auf Landesebene und
• den ältesten Schülern Politiker auf Bundesebene, oder perspektivisch
• sogar auf europäischer Ebene.
Projektablauf:
1. Die Schüler eines Jahrgangs wählen ihr „Haupt-Themengebiet“ aus, welches
z. B. einem Ressort der jeweiligen politischen Ebene entsprechen würde.
2. Das durch Mehrheitsentscheid festgelegte Thema wird den Fraktionen der
entsprechenden politischen Ebene mitgeteilt. Jede Fraktion stellt zwischen fünf
und zehn Fragen aus diesem „Haupt-Themengebiet“ die Schüler.
3. In jeder Klasse (bzw. Kurs) formieren sich Arbeitsgruppen entsprechend der Anzahl
der vertretenen Fraktionen. Jede Gruppe hat nun die Aufgabe die vorliegenden Fragen
der Fraktionen für die jeweils anderen Gruppen im Rahmen einer Präsentation verständlich
zu machen.
Es sollen Begriffe erläutert werden und Hintergrund-Information zum besseren
Verständnis der komplexen Zusammenhänge geliefert werden.
4. Nun kann jeder Schüler eine „Schülerfrage“ stellen, welche im Internet veröffentlicht
wird und von den beteiligten Mitschülern bewertet werden kann.
Gesucht werden die „Top Ten“ der Schülerfragen.
5. Zuletzt hat jeder Schüler die Möglichkeit, sich anonym einzuloggen, sich die Partei
auszuwählen, welcher er sein Feedback geben möchte, sowie die „Schüler-Top Ten“
Fragen zu beantworten.
6. Die Auswertung der Feedbacks an die Fraktionen wird im Internet veröffentlicht.
7. Die Auswertungen der Feedbacks, auf die Schülerfragen, werden zu Anträgen
formuliert und den jeweiligen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.
(Beispielhaft ist hier die SPD-Fraktion der BVV Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf,
welche dem Jugendparlament C-W volles Antragsrecht eingeräumt hat.)
Um die Gesellschaft zukunftsfähig zu machen, sollten wir lernen die Pubertät des Menschen als eine biologisch vorbestimmte Entwicklungsphase zu betrachten und diese kulturell zu respektieren.
Das biologische Konzept (der Pubertät) legt es Jugendlichen nahe, ihre Bewusstseinsbildung
überwiegend durch eigenes Handeln statt unter Fremdbestimmtheit zu vollziehen. Im Kern des
Konzeptes [PSI-21; (Politik Schule Internet im Agenda21-Prozess)] steht ein demokratischer Initiationsritus im Rahmen der schulischen Bildung.
Dieser sollte als eine gesetzlich verpflichtende Beteiligungsstruktur eingeführt werden, um Jugendlichen eine ihrer Entwicklungsphase förderliche, politische Gestaltungsrolle und Mitverantwortung einzuräumen.
Dabei soll konkretes, lösungsorientiertes und kooperatives Denken und Handeln mit der Erfahrung über die eigene Selbstwirksamkeit, auf den politischen Verantwortungsebenen, in Beziehung gesetzt
werden.
Die Voraussetzungen, um uns kulturell von den einseitigen "Selbstbildern" einer
"Risikogesellschaft" lösen zu können und in ein kollektives Bewusstsein einer
"Resilienzgesellschaft" zu wechseln, liegen vor allem in den Sozialisationserfahrungen, welche
wir unseren Jugendlichen in der Schule, bezogen auf die politischen Ebenen, einräumen (oder
nicht).
Die Kernfrage lautet also weniger, ob und wie gut wir (als Gesellschaft) die Transformation vom (k)alten "Stress-Modus" zum "Kultur-Modus" schaffen könnten, sondern eher wie wir beide DenkModi besser aufeinander beziehen und in einem integrierten System miteinander ausballlacieren könnten.
Unter den ("real existierenden") politischen Handlungsprämissen des "Stress-Modus" - also, "des Fahrens auf Sicht" - lassen wir Probleme oft so lange auflaufen, bis sie als "Skandal" von der "Öffentlichkeit" wahrgenommen werden (können). Am Ende sind die Probleme dann meist zu groß und kompliziert, um noch "nachhaltig" gelöst werden zu können, sodass dann nur noch "dringend notwendige Maßnahmen" als "Lösung" in Betracht kommen, welche mit einem allarmistischen PR-Relevanzstatus belegt werden, um eine "alternativlose Mobilmachung" von oben legitimieren, und nach unten durchdrücken zu können. Durch eine "AGIL-Machung", im "Kultur-Modus", also
einer frühzeitigen Wahrnehmung von Problemen und ausreichenden Zeit- und Handlungsspielräumen, könnte sich unsere "Risikogesellschaft", nach und nach, zu einer
"Resilienzgesellschaft" transformieren.

Zu 2.) Bezirksentwicklungsschulen

Wir sollten lernen, Schulen unter einer neuen Perspektive zu betrachten, als konkrete
Handlungserprobungsräume (als "Modell-Cluster") für vorweggenommene, sozial-kulturtechnische gesellschaftliche Entwicklungen von Zukunftsperspektiven. Nach diesem Verständnis tragen Schulen enorme Entwicklungspotenziale in sich. Jugendlichen sollte es ermöglicht werden
eine Vorreiterrolle, beispielsweise bei der "Energiewende" oder der "Digitalen Agenda" als Promotoren für den notwendigen kulturellen 'Bewusstseinswandel' einzunehmen.
Umgekehrt, zu den Bemühungen während der industriellen Revolution, Kinder und Jugendliche unter dem "Schutz der Schule" vor den zu frühen Einflüssen der gesundheitsschädlichen Bedingungen von Industriearbeitsplätzen zu bewahren, entstehen in unseren heutigen Schulen die
Probleme eher durch zu hohe und abstrakte Informationseinflüsse. Als ausgleichende Ergänzung
dazu fehlen innerhalb von Schulen bisher geeignete Möglichkeiten zu konkretem Handeln innerhalb von zukunftsorientierten (Alltags-)Praxisbezügen.
Als erster Schritt sollte daher auf Länderebene beschlossen werden, pro Kreis (bzw. BerlinerBezirk) jeweils die Bedingungen zum Aufbau von Bezirksentwicklungsschulen als "Referenz Projekt-Schulen", als "rundum-kompatible Schnittstellen" zu schaffen, um, - "Kooperationsverbot" hin oder her, an der Schul-Basis, für Schulleiter und Lehrer neue zivilgesellschaftliche und kooperative Handlungsräume zu schaffen. ["interface function" for de- and re-constructions of
culture]
Dazu sollten zunächst die rechtlichen Voraussetzungen geprüft werden, ob die Möglichkeit
bestünde, Schulgebäude in das Stiftungsvermögen von Bürgerstiftungen einzubringen.
Die technischen und menschlichen Bedingungen für die "Digitale-A./Energiewende" sollten als ein gemeinsames dynamisches (Öko-)System betrachtet werden, dessen Voraussetzungen und
(Sicherheits-)Standards sich am Menschen als „dem Maß aller Dinge“ orientieren, da wir sonst Gefahr laufen könnten als überforderte „Zauberlehrlinge“ zunehmend die "System-Kontrolle" zu verlieren.
„Bis heute gibt es in Kontinentaleuropa noch keinen wissenschaftlich wie politisch
international sichtbaren Internet-Thinktank, der die politischen, gesellschaftlichen,
wirtschaftlichen und rechtlichen Wirkungsweisen der Digitalisierung durchdenkt und
detaillierte Handlungsempfehlungen als Reaktion darauf entwickelt.“
(KAS, Die politische Meinung Nr. 526/ 5_6 2014/ DIGITAL/ Wann beginnt der Heißhunger? Zolleis, Udo/ S. 21)
Diese Handlungs- und Orientierungslosigkeit blieb nicht ohne Folgen:
[Plattform Industrie 4.0 vor dem Aus:
»Deutschland hat die erste Halbzeit verloren« 10.02.2015 von Karin Zühlke]
Im Interesse der Daseinsvorsorge im Falle eines "Blackouts" wäre es sinnvoll, auf der Grundlage kombinierter Energietechnologien ["Netzknoten" auf Basis von KWK(Kraft-Wärme-Kopplung)]
Schullandschaften als redundante und autarke "Smart-Grigd-Schools" aufzubauen.
Im Rahmen zahlreicher lokaler "Referenz Projekt-Schulen" könnten Wissenschaftler, Unternehmen und Schüler (als zukünftige Kunden) ihren praktischen Erfahrungshorizont gemeinsam erweitern und neue Produktangebote, welche zukünftig den vernetzungsfähigen "Prosumer" voraussetzen, nicht nur zur Marktreife, sondern zugleich zur Marktakzeptanz führen.
Da es sich bei "Referenz Projekt-Schulen", sozusagen um Kompetenzzentren für neue
technologische Entwicklungen handeln würde, könnten zugleich berufliche Beschäftigungs-,
Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, sowie Praktika über diesen Weg angeboten
werden.
"Die granulare Gesellschaft"
hätte zur Folge, dass wir nach dem Muster des alten "spalte und walte" Herrschaftsprinzips, mittels "Big-Data-Algorithmen" in unseren hyper-individuellen Denkmustern, durch unsere "Ego-Blasen" - innerhalb unserer "Echokammern" - immer mehr voneinander getrennt würden.
[siehe dazu: "Der unnatürliche Feind des Menschen" Süddeutsche Zeitung; Nr. 62, 15.03.2016;
http://www.sueddeutsche.de/digital/kuenstliche-intelligenz-was-passiert-wenn-maschinen-klueger-werden-als-menschen-1.2907980]
Entfremdet von unserem "Selbst", würden wir dann wohl selbst kaum noch wahrnehmen können,
wie schwarmabhängig und -gesteuert wir, aus Angst "abgehängt zu werden", dann geworden wären.
Kurz: Es besteht die Gefahr, dass unsere kulturelle Entwicklung zukünftig überwiegend unter einer Maschinen gesteuerten Pfadabhängigkeit stünde, wenn wir unserer Jugend nicht "sofort, unverzüglich" die Möglichkeit eröffnen, sich über den "Kultur-Modus", aus dem Kontext
dialogischer Gruppen heraus, selbst handelnd auf die politischen Ebenen beziehen zu können, um dadurch ihr Bewusstsein, während der dafür entscheidenden Entwicklungsphase der Pubertät, bilden zu können.
Um beim Übergang vom "Industriezeitalter" in das "Digitale-Zeitalter" nicht immer mehr Gefahr zu laufen, die Möglichkeiten unserer "Selbst-Bildung" zu verlieren, sollten wir unsere bisherigen (mehr oder weniger verdeckten) auf "Konformität" und "Gehorsam" ausgerichteten Bildungs-, also Sozialisationssettings, welche in unseren staatlichen Schulen vorherrschen, grundlegend
überdenken und verändern.
Diese überkommenen Settings erschweren unseren Jugendlichen nicht nur ihre Rückbindung, an die Gesellschaft, sondern behindert sie auch darin sich in Bezug auf ihre Kompetenzpotenziale, unter
den Bedingungen des "Kultur-Dialog-Modus", vollständig sozialisieren zu können.
Die Annahme, dass die 4Cs, -(Communication, Collaboration, Creativity and Critical
Thinking), die Kompetenzen sind, durch welche wir Menschen auch in Zukunft noch den
Computern überlegen sein könnten, führte dazu, dass das Bildungsministerium in Finnland zurzeit, seine Lehrpläne völlig neu umstellt.
Ganz im Sinne der Fragestellung: "In welcher Gesellschaft wollen wir leben", bestünde die
Herausforderung junger Menschen darin, neue Kontexte und Common Sense zu schaffen, um die
Veränderung der gesellschaftlichen "Meta-Kontexte" selbstwirksam zu ermöglichen, was die entsprechende "technische" und kommunikative Kompatibilität mit diesen Ebenen voraussetzt .
Demnach sollten Schulen zukünftig nicht nur zu
• Zukunftslaboren für die digitale und energetische Entwicklung aus- und umgebaut werden, sondern
• zugleich als "Sicherheits Produktionsschulen", für den Fall eines "Blackouts", der Daseinsvorsorge dienen.
• Die Kommunikationsfähigkeit könnte z. B. durch http://freifunk.net/ gesichert werden.
• Das Klima - und Beschäftigungskartell
(http://www.gattel-stiftung.de/de/048_klima-jobs.html) könnte, entsprechend angepasst, einen kooperativen Handlungsrahmen von Schule und Wirtschaft und ihren Verbänden bilden.
Keine Industrie 4.0 ohne Bildung 4.0
eine digitale Bildungs- und Qualifizierungsoffensive für Deutschland
https://bildungsklick.de/bildung-und-gesellschaft/meldung/keine-industrie-40-ohne-bildung-40/

Frühjahrsgutachten:
Ökonomen fordern mehr Investitionen in Bildung
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-oekonomen-fordern-mehr-investitionen-in-bildung-a-1087140.html
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